FSJ/BFD an der Paul-Meyle-Schule Heilbronn – ein Jahr voller Vielfalt

Sina und Jonas, die von ihren Erfahrungen berichtenSina Lang, 19, und ich, Jonas Marche, 19, haben jetzt ein freiwilliges soziales Jahr beziehungsweise einen Bundesfreiwilligendienst an der Paul-Meyle-Schule, einer Schule für geistig und körperlich schwerst mehrfach behinderte Kinder, in Heilbronn-Sontheim absolviert. Unsere Hauptaufgabe bestand darin, einen Schüler / eine Schülerin durch den Schulalltag zu begleiten und vor oder nach der Schulzeit in der „erweiterten Betreuung“ der AWO Heilbronn zu arbeiten.
Der Tag begann für mich und Sina immer um 8:20 Uhr, denn um diese Uhrzeit beginnt in der Paul-Meyle-Schule, kurz PMS, offiziell die Schule. Man wartete bis sein zu betreuendes Kind gebracht wurde, und begleitete es in seine zugehörige Klasse. Die Klassen an der Schule sind in Stufen gegliedert und bestehen meist aus 5-7 Schülern. Die Stufen sind Grundstufe, Hauptstufe A, Hauptstufe B und Berufsschulstufe, sowie der angegliederte Schulkindergarten der PMS.
In den verschiedenen Unterrichtseinheiten im Verlauf des Tages versuchte man seinen Schüler / seine Schülerin zu unterstützen, körperlich wie geistig. Schnell wusste man, für was genau sich „sein Kind“ begeistern kann und wie es einfacher und mit mehr Freude und Spaß an der Sache lernt. Auch die Lehrerinnen und betreuenden Kräfte der Schule, die den Schüler / die Schülerin länger kannten, halfen gerne. In der Hofpause oder der Freispielstunde nach dem Mittagessen, ging man auf ihre/seine Vorlieben ein und versuchte ihm/ihr individuell das Beste zu bieten. Dies konnte von selbstständigem Agieren oder das Spielen mit anderen Schülern über Ausruhen oder einem Mittagschlaf reichen.
Aber man war in dem Schuljahr mehr als nur immer für ein und dasselbe Kind da. Dadurch, dass in der PMS kaum ein Tag wie der davor ist, findet man sich immer wieder bei anderen Schülern oder Schülergruppen und hilft immer mal wieder da aus, wo Klassen oder Stufen durch Krankheit oder ähnliches dünn besetzt sind. So kam, trotz annähernd gleichem Stundenplanablauf, kaum Monotonie oder Langeweile auf. Man wurde außerdem in der Paul-Meyle-Schule, obwohl man nur ein Jahr da war, immer als vollwertiges Arbeitsmitglied gesehen und wurde für seine Leistungen geschätzt. Außerhalb des Schulbetriebes gab es noch die Osterfreizeit der AWO – ein Angebot für die behinderten Kinder der Erweiterten Betreuung und deren nicht behinderte Geschwisterkinder.

Kinder der Paul-Meyle-Schule mit Betreuern
Im August werden wir noch bei der inklusiven Kinderfreizeit der AWO „unsere PMS Kinder“ betreuen.

Alles in Allem hat uns das vergangene Jahr sehr viel Spaß gemacht und wir würden es jedem weiterempfehlen, der ein FSJ oder ein BFD in Betracht zieht.

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